Dienstag, 27. August 2013

ich wohne jetzt in würzburg und das ist das gedicht dazu. melancholisch verzerrt. natürlich.

nun aber in einer [anderen] stadt

neues bitte
aber davon anderes
lass die gläser nicht beim alten
entpack sie dem zeitungspapier
verlier dich nicht im lesen der nicht mehr aktuellen lage
[frag nicht mich nach politischer meinung
oder frag erst mich und dann noch jemand anderen zur sicherheit]
es wiederholt sich
dieses kristall
diese bowleschüssel packen wir
in melancholie zum küchenkrepp

einverstanden
fragst du und ich kaufe einen kronleuchter für das wohnzimmer
und einen wäscheständer mit dicken stäben
und dann waschen wir die ganzen decken
alles was uns am zerbrechen hinderte
und dann stellst du die alten gläser in den neuen schrank
denn es ist alles wie immer
nur nicht in einer anderen stadt