Dienstag, 18. Dezember 2012

liebe menschen,

folgendes: als diplom-psychologin bin ich darüber entsetzt, wie die medien gerade mit der entwicklungstörung autismus umgehen. es wird darüber spekuliert, ob der attentäter von newtown eventuell asperger-autist sei. in diesem zusammenhang tauchen schlagzeilen wie "autisten - blind für emotionen anderer", "gefühlskalt" etc. auf. es ist schrecklich, wie durch solche überschriften suggeriert wird, dass autisten nicht fähig sind eigene emotionen zu haben und die emotionen anderer wahrzunehmen.
so stimmt das nicht. sie haben einfach nur mehr schwierigkeiten, sie zu erkennen und einzuordnen.

und nur weil jemand ein einzelgänger ist oder sozial zurückgezogen lebt, ist er nicht gleich autist.
und nicht jeder autist ist ein einzelgänger. mittlerweile spricht man von einem autistischen spektrum beim menschen, jeder mensch kann autistische züge haben (und wenn es nur ist, dass man es manchmal nicht ertragen kann, wie bestimmte dinge im zimmer rumliegen oder dass man bestimmte sachen aufgrund ihrer konsistenz gerne isst etc.).
und übrigens - ein nerdfakt: der berühmte sprachphilosoph ludwig wittgenstein soll ebenfalls asperger-autist gewesen sein.

es ist furchbar, was in den usa passiert ist und es ist nur zu gut verständlich, dass erklärungen für das verbrechen des amokläufers gesucht werden. vollkommen unreflektiert diagnosen ohne wissenschaftliche basis in den medialen raum zu werfen ist nicht die lösung dafür.

eine bloggerin, die asperger-autistin ist, hat dazu einen guten und informativen artikel verfasst.

wenn ihr ganz konkret helfen wollt:
1. informiert euch, lest bücher, baut vorurteile ab, glaubt nicht einfach das, was die medien schreiben!
literaturtipp: "supergute tage oder die sonderbare welt des christopher boone" von mark haddon. ein großartiger roman - geschrieben aus der sicht eines asperger-autisten.

2. in diesem [etwas weiteren] zusammenhang: eine freundin von mir arbeitet gerade in afrika, genauer in kisumu in kenia an einer schule für autisten. wer das unterstützen will, kann gerne spenden. die spende kommt direkt bei elisabeth an. ihr wisst also ganz genau, was mit eurem geld passiert.

VIA e.V. 
Sparkasse Lüneburg 
Kontonr. 650 88 783 
BLZ: 240 501 10 
Verwendungszweck: Spende091112

(Bitte nur ausschließlich diesen Verwendungszweck angeben. Durch diesen Verwendungszweck kann Elisabtehs Organisation VIA e.V. ihre Spende an sie weiterleiten.)
 

Donnerstag, 4. Oktober 2012

SCHATTEN KÖRPER KUTSCHER in alteglofsheim und weiden

liebe menschen,

ich freue mich schon sehr auf nächste woche. denn zusammen mit einem wunderbaren ensemble haben wir ab montag in eichstätt proben für unsere spoken word performance "der schatten des körpers des kutschers". es handelt sich hierbei um eine adaption des romans von peter weiss.

zusammen mit der visual artistin cendra polsner, dem violinisten simon kluth, der regisseurin bea tinzmann sowie meinem werten kollegen tobias heyel von großraumdichten, werde ich die ehre haben, das theaterstück im rahmen der e.on kulturbühne in alteglofsheim und weiden i.d. opferpfalz präsentieren zu dürfen.

es wird spoken word geben, eine geige, die bisweilen zum sägebock umfunktioniert wird, geheimes videomaterial von peter weiss und sehr viel salz.

alle kommen!!
pauline

Donnerstag 11.10.2012
Beginn 20:00 Uhr, Einlass 19:30 Uhr
Ort: Bayerische Musikakademie, Schloss Alteglofsheim, Kaisersaal
Am Schloßhof 1, 93087 Alteglofsheim
Eine Popliteraturseminar-Kooperation von Rock.Büro SÜD und der E.ON Bayern AG
Der Eintritt ist frei

Freitag 12.10.2012
Beginn 20:00 Uhr, Einlass 19:30 Uhr
Ort: Netzcenter E.ON Bayern AG, Weiden
Im Foyer des Netzcenters
Moosbürger Straße 15, 92637 Weiden
(Aus organisatorischen Gründen werden am 12.10. für die Aufführung in Weiden Eintrittsgelder in Höhe von 10 Euro erhoben, AK 12 Euro, Tickets gibts im Vorverkauf hier: www.okticket.de )

Mittwoch, 12. September 2012

es fühlt sich an wie herbst

ich denke manchmal daran, die heizung anzuschalten.

ab freitag gehts wieder los, die sommerpause ist vorbei, der herbst startet.
diesmal: in basel.

hach, ich freue mich.

Montag, 4. Juni 2012

so weit von hier

man mag meinen
so weit von hier gäbe es noch irgendetwas
zu halten
man reichte mir eine hand
oder zwei
drei eventuell sogar
die kinder der nachbarn toben im garten

es bleibt uns nun eine längere stunde abend
und später dann die kissen im gesicht
aber davon
hielten wir nichts