Samstag, 15. Oktober 2011

die frage nach der zeitumstellung


und jetzt bitte eine schneebedeckte insel
nachrichten die alle fragen beantworten
die ich nicht zu stellen wagte
deren weichen mir wichen

und jetzt bitte im glasschrank einmal kurz
umfallen bis ende des jahres ist das noch drin
noch die filigranen prozesse im inneren
dieses handelns aus holz

wann also diese zeitumstellung sei
frage ich zunächst ziellos
um etwas greifbar zu machen
zwischen den metaebenen


damit wäre das also auch gesagt
getan vielleicht nicht
aber endlich endlich gesagt

Samstag, 1. Oktober 2011

wie ich einmal auf sylt war

liebe menschen,
den september über war ich auf sylt im künstlerhaus sylt:quelle.
es war spätsommerherbstlich und ich habe vergessen, eine wattwanderung zu machen.
meine wg hat meine katze gefüttert, damit ich kein schlechtes gewissen zu haben brauchte. seit ich zurück bin, ignoriert mich allerdings meine katze. aber was tut man nicht alles für die kunst---
ich habe nämlich mit der videokünstlerin cendra-doreen polsner an einer installation für meinen lyrikband "die abschaffung des ponys" gearbeitet.
und das ist, was wir tun in pressesprache ausgedrückt:

Gemeinsam mit der Licht- und Filmkünstlerin Cendra-Doreen Polsner (radient) lässt Pauline Füg Kurzfilme Wirklichkeit werden: Pauline spricht, Cendra projiziert live Clipfragmente in den Raum, die dem Zuhörer/Zuseher die Augen öffnen und so einen weiteren Zugang zu den Texten schaffen. Ein abwechslungsreich spannender Abend mit Spoken Word-Texten, Lyrik, Installation, Videoclips und manchmal ein paar melodischen Beats nimmt das Publikum mit zu anderen Blick- und Fluchtpunkten.

wir hatten sehr viel spaß, besonders, als wir uns glitzer ins gesicht gemacht und uns dabei gefilmt haben. mit taschenlampen und scheinwerfern kann man erstaunliche effekte erzielen und sich sehr gut blenden.

am 5. november ist premiere in friedberg bei augsburg.

und wer die logik der groß- und kleinschreibung meines blogs versteht, bekommt nen preis.
vorschläge an pauline.fueg [at] web punkt de.

und: würde ich fotographieren, gäbe es hier bilder. aber irgendwie bin ich immer so fasziniert von der gegenwart, dass ich vergesse, sie festzuhalten. wer das versteht, bekommt auch nen preis.

so long.
pauline

Sonntag, 15. Mai 2011

die abschaffung des ponys

liebe menschen,

es ist das, es ist da! mein erstes buch!
der titel: die abschaffung des ponys!
erschienen ist es im wunderbaren stellwerck-verlag, der zu dem buch folgendes schreibt:

Pony muss zum Schlachter, der zückt die Schere und schafft freie Sicht. Endlich, denkt sich der Augen-Blick, sieht sich um und schießt, klickklickklick, kleine Fotos, die aneinandergereiht zitternde Kurzfilme ergeben. Pauline Füg eröffnet mit ihrem Band Die Abschaffung des Ponys eine unmittelbarere, unverstellte Sicht auf die Wirklichkeit und leitet den Leser zu einer neuen, poetisch-realistischen Wahrnehmung an.
Und dann drehst du dieses Buch um 180° und die Rückseite ist eine zweite Vorderseite: zwei Bücher in einem, eine kleine Schatzkiste mit handverlesenen Jungautoren aus dem deutschsprachigen Raum. Du blätterst auf, und da brüllt ein Tarzan nach seiner Jane, an anderer Stelle liegen Goethes Unterhosen, die getragen werden wollen. Und immer dieses Küken, das nicht aufhören will, zu piepsen.
Juchu!!
Pauline